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Interessengemeinschaft für die Erhaltung des ländlichen Raumes im Norden von Huntlosen

 


Natur-, Umwelt- und Klimaschutz

Der Klimaschutz hat heute einen neuen Stellenwert erreicht, endlich, denn dies ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit für die nächsten Jahre. Aktivitäten aus Profitgier, die die Ursache von Umweltschäden sind, gilt es unbedingt einzudämmen oder besser noch zu verhindern.

Die Zeichen unserer Zeit werden von den Parteien leider verkannt und münden nicht nur deswegen in Politikverdrossenheit. Das klare Bekenntnis zum Naturschutz hat den Grünen große Sympathie gebracht. Wollen die früher führenden Volksparteien weiter an Boden verlieren indem sie selbst da, wo es unnötig ist, den Naturschutz missachten? Es geht nicht mehr um Wirtschaftswachstum um des Wachstums willen, sondern um Besinnung, Achtung und Verantwortung für unsere Umwelt.

Landschaftsteile und Kulturlandschaften, die über sehr lange Zeiträume durch landwirtschaftliche Nutzung entstanden sind, sind durchaus artenreich und daher aus Sicht des Naturschutzes erhaltenswert. Die Schönheit unserer Huntloser Landschaft – gerade bei Anfahrt aus Norden – und die recht vielfältige Flora und Fauna müssen vor schädlichen Eingriffen wie großflächiger Industrie- und Gewerbebebauung geschützt werden.

Angrenzend an das Planungsgebiet erstreckt sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Huntloser Bach. Hier siedelt eine Vielzahl von Vögeln, Insekten und Säugetieren. Diese nutzen auch die angrenzenden weiten Felder und Gärten. Kiebitze, Bussarde, Grau- und Silberreiher, Eichhörnchen, Spechte, Feldhasen, Schmetterlinge, Niederwild wie Rehe, Füchse, etc. und verschiedene Populationen von Wildbienen haben hier ihren Lebensraum. Zudem gibt es eine große Fledermauspopulation. Gemäß Naturschutzgesetz dürfen besonders gefährdete Tierarten („Rote Liste“) in ihrem Lebensraum nicht gestört werden.

Für die Einfahrt in das geplante Gewerbe- bzw. Industriegebiet in der Huntloser Esch werden für eine Links- und eine Rechtsabbiegespur für LKW voraussichtlich rund 20 straßenbegleitende, wertvolle Laubbäume gefällt. Diese Bäume haben Stammumfänge von 90 bis 260 cm und sind schätzungsweise bis zu 200 Jahre alt. Sollen sie für ein Logistikunternehmen geopfert werden, welches in bereits vorhandenen Gewerbegebieten in der Gemeinde Platz finden könnte?

Wir wünschen unseren Politikern aus Großenkneten und der Firma Kornkraft ein gesundes Maß für eine übergeordnete und ganzheitliche Betrachtungsweise.

Wir möchten unseren Wohnstandort Huntlosen mit seiner attraktiven Landschaft und dem recht gut funktionierenden Lebensraum für die ansässige Flora und Fauna erhalten.

4 Kommentare

  1. Helge Lüddemann

    Die hier zur Schau getragene „tree-hugger“ Mentalität finde ich zwar etwas übertrieben, aber dennoch sehe ich darin ein weiteres(!) Argument für eine Umsiedlung der Firma Kornkraft an einen anderen Standort (also: NICHT an die Sannumer Str.). Es ist offensichtlich, dass der Vorteil der geplanten Umsiedlung von der Hosüne an die Sannumer Straße nicht nur in einer Vergrößerung der Betriebsfläche liegt, sondern auch in einer schnelleren/kürzeren Anbindung der Hauptlager an die A29 bei Wardenburg. Insofern erscheint mir eine Umsiedlung an einen Standort in direkter Nähe zur A29 sinnvoller. Dafür bieten sich die bereits bestehenden Industrie-/Gewerbegebiete bei Sandkrug bzw. bei Ahlhorn an. Ich wünsche mir von den Entscheidungsträgern (bei der Gemeinde und bei Kornkraft) eine stichhaltige Erklärung dafür, welche Argumente gegen eine Umsiedlung nach Sandkrug/Ahlhorn sprechen.

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  2. Andrea Rechter-Budde

    Eine Wegsiedlung bei Vergrößerung nach Sandkrug (wohin denn da bitte schön?? Dort gibt es kein ausgewiesenes freies Gewerbegebiet, außerdem ginge der Gemeinde Großenkneten dadurch ein Großteil der Gewerbesteuer durch Kornkraft verloren, wäre also wohl kaum im Sinne der Bürger Großenknetens), besser jedoch nach Ahlhorn wäre zwar wünschenswert, da die Anbindung an die Autobahn A1 und A29 um ein mehrfaches Kürzer wäre, doch wird das wohl kaum geschehen. Wozu haben wir denn damals Herrn Schmidke gewählt? Übrigens durchaus von denen, die sich jetzt gegen eine Umsiedlung der Kornkraft wehren!
    Es kommt halt nur darauf an, was einem besser in den Kram paßt.

    Im Übrigen besteht die Wohnbebauung in Sannum aus genau 6 Häusern.

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  3. Mauritz von Strachwitz

    Prima, dass nun eine Diskussion in Gang kommt. Meine Anmerkungen hierzu:

    Lt. Bürgermeister Schmidtke existiert ein Gewerbegebiet in Sandkrug!? Dorthin könnte Kornkraft Angabe gemäß auch ziehen.
    Eine Ansiedlung der Kornkraft im Gewerbegebiet in Ahlhorn halte ich ebenfalls für sinnvoll, weil dieses Gewerbegebiet bereits existiert und gerne auch wegen der Steuereinnahmen für die Gemeinde Großenkneten. Doch kennt jemand das Steueraufkommen des Unternehmens? Und wie wird es sich entwickeln, wenn die Bauvorhaben zu Abschreibungen führen?

    Was tut es zur Sache, wer Herrn Schmidtke gewählt hat? Und woher ist bekannt, wer in einer geheimen Wahl wie abgestimmt hat? Sollte nicht besser vom Bürgermeister mehr Bürgernähe und Einsatz für die Belange der Bürger erwartet werden?

    Es geht nicht um 6 Häuser, sondern um die Lebensqualität von Anwohnern (da zählt jeder einzelne!), um Naturschutz, um Landschaftsschutz und um Versiegelung von freier Landschaft. Ein Blick in die aktuelle Presse dürfte genügen, um das zu verstehen. Es sollte aber nicht nur auf Klimakonferenzen und in Berlin verstanden werden, sondern auch in der Kommunalpolitik.

    Mauritz von Strachwitz

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    • Carla Kleinefeld

      Es geht wahrhaftig nicht nur um 6 Häuser in Sannum.
      Die Sannumerstrasse in voller Länge bis zum Kreisel, Bahnhofstraße bis Hosüne, würde von der enormen Mehrbelastung der Zulieferer und des internen Verkehrs der Fa. Kornkraft betroffen sein.
      Da Kornkraft ein Hochlager Leergutlager und Kühlhaus plant, wird der LKW Verkehr auch Nachts zu hören sein.
      Wer denkt da bitte an uns Bürger, die in einem ruhigen Dorf leben, wer an die Kinder, wer an die alte Menschen,?
      Es ist nicht fair die Lebensqualität abzusenken wenn andere Standorte machbar sind.
      Das interessante am Beispiel Ahlhorn ist ja das der Industriepark schon existiert und für die Logistik der Fa. Kornkraft noch Fläche da ist .
      Weiterhin möchte ich anmerken das die LKW Emission und die Emissionen der Kühlanlagen (Tiefkühllager und Aggregate der beladenen Kühllastwagen) bei vorherrschender westlicher Windrichtung genau in den Ortskern wehen.

      Und noch etwas : Wir haben alle in der Schule gelernt das die Bäume Kohlendioxid aufnehmen und uns Sauerstoff wiedergeben. Welch eine tolle Einrichtung der Natur.
      Im Zeichen des Klimawandels wird überlegt, Bäume zu pflanzen und Grünfläche wieder anzulegen, Versiegelungen wieder aufzubrechen um der Natur wieder Raum zu geben.

      Hier wird von der Gemeinde und Fa Kornkraft allen Ernstes in Erwägung gezogen die alten Eichen an der Kreisstrasse zu fällen, damit die Lkws gute Sicht beim abbiegen zum geplanten
      “ Gewerbegrbiet“ haben.?!?!

      Ich frage mich inwieweit das eine Biofirma die mit ökologischen Denken wirbt tatsächlich vertreten kann.
      Meiner Meinung nach : gar nicht!!!

      Wenn die Fa. Kornkraft die Logistik nach Ahlhorn auslagert, hat sie doch noch ausreichend Potenzial in Huntlosen für ihren Hofladen, Büro etc
      Die Kunden, so denke ich, würden es lobend anerkennen.

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